Zur Startseite des Archivs 2000

Spitzen der deutschen Mineralbrunnen-Industrie tagten bei LABERTALER in Schierling

2. März 2000
Schierling (lww@). Die deutschen Mineralbrunnenbetriebe setzen auch in Zukunft konsequent auf die Mehrwegverpackung. Als Ergänzung werden sie neben Glas auch PET akzeptieren. Bei der Tagung des bayerischen Landesverbandes der deutschen Mineralbrunnen in den Räumen von LABERTALER Heil- und Mineralquellen wurde die Bundesregierung aufgefordert, die aufgrund der Verpackungsverordnung einsetzende "Zwangsbepfandung" durchzusetzen.

Oberstes Ziel der deutschen Mineralbrunnen bleibt die hohe Qualität des Mineralwassers und der daraus entwickelten Süßgetränke. Doch dann folgt der weitere Komfort für die Kunden durch handliche Kästen, geringes Gewicht und ansehnliche Behältnisse. Andreas Rottke aus Bonn, Vorstand der Genossenschaft Deutscher Mineralbrunnen machte bei LABERTALER in Schierling deutlich, dass die "0,7 Liter und 0,75 Liter-Flasche auf lange Sicht die Grundlage für die Mineralbrunnenbetriebe bleiben wird". Die entscheidende Rolle werde dabei die Glasflasche spielen, doch der PET-Flasche würden sich die Betriebe nicht verschließen. Bisher werden etwa drei Prozent der Süßgetränke und rund ein Prozent der Mineralwässer in die neue hellblaue Ein-Liter-Flasche abgefüllt. Sie hat den entscheidenden Vorteil, dass der Kasten mit einem Gesamtgewicht von 14 Kilogramm um drei Kilogramm leichter ist und wegen seiner zwölf Ein-Liter-Flaschen gegenüber den 12 0,7-Liter-Glasflaschen auch noch 40 Prozent mehr Getränk für die Verbraucher bietet. "Die jetzt angebotene PET-Flasche ist eine der dritten oder vierten Generation und hat in der Technologie wichtige Fortschritte gemacht", so die Begründung von Rottke für die "Ergänzung" des Gebindesortiments der Getränkehersteller.

· Die Mehrwegflasche bleibt aus ökologischen Gründen die Nummer 1 der deut-schen Mineralbrunnenindustrie
Die Mehrwegflasche bleibt aus ökologischen Gründen die Nummer 1 der deutschen Mineralbrunnenindustrie
 
Eindeutig Position beziehen die deutschen Mineralbrunnen nach wie vor für die Mehrwegflasche. Franz Xaver Gloßner, der Vorstand des bayerischen Verbandes forderte die Bundesregierung unmissverständlich auf, jetzt den Pfand für Einweggebinde durchzusetzen, "zum Schutz der Umwelt, weil die Mehrwegflasche das ökologisch vorteilhaftere System ist". Er machte deutlich, dass die in der Verpackungsverordnung festgelegte Mehrwegquote von 72 Prozent in Teilbereichen unterschritten wurde und deshalb sei jetzt der Gesetzgeber zum Handeln aufgefordert. Wolfgang Stubbe, der Geschäftsführer des Verbandes deutscher Mineralbrunnen e.V., sprach sogar davon, dass aufgrund der Verordnung und der vorhandenen Situation eine "Zwangsbepfandung" eingetreten sei. Insgesamt erwartet die Branche weiter steigende Absatzzahlen, "weil die Bevölkerung immer noch mehr Wert auf eine gesunde Ernährung legt, die zur Fitness führt". Labertaler-Geschäftsführerin Lilo Schweiger machte deutlich, dass die Mineralbrunnenbetriebe auch ein sehr wachsames Auge auf die Novellierung der Mineral- und Tafelwasserverordnung legen wird, die jetzt der EU-Richtlinie aus dem Jahre 1996 angepasst werden soll.
   · Die Spitzen der deutschen und bayerischen Mineralbrunnenbetriebe tagten bei LABERTALER Heil- und Mineralquellen in Schierling
Die Spitzen der deutschen und bayerischen Mineralbrunnenbetriebe tagten bei LABERTALER Heil- und Mineralquellen in Schierling
 

Bei der Begrüßung der hohen Gäste verwies LABERTALER-Geschäftsführerin Lilo Schweiger auf die enormen Aufbauleistungen ihrer Großeltern Sebastian und Kreszenz Hausler sowie ihrer Eltern Adolf und Elisabeth Schweiger. Sie stellte die fünf Brunnen des Unternehmens vor, die etwa einen Kilometer südlich von Schierling liegen. Besonders wichtig war ihr, dass mit der neuen Abfüllanlage auch ein deutlicher Zuwachs im Bereich des Umweltschutzes verbunden ist. So wird das Wasser für das Reinigen der Flachen im Anschluss daran für die Reinigung der Kästen noch einmal verwendet.

Die Spitzen der "Genossenschaft deutscher Mineralbrunnen" und des "Verbandes deutscher Mineralbrunnen e.V." waren bei einem Betriebsrundgang beeindruckt von der modernen Ausstattung bei LABERTALER, wo seit 12 Jahren das natürliche Mineralwasser aus bis zu 503 Meter Tiefe angeboten wird. Vorstand Franz Xaver Gloßner freute sich über die große Gastfreundschaft im Hause LABERTALER und dankte besonders Elisabeth Schweiger für die zuvorkommende Bewirtung. Auch die aus Bonn angereisten Gäste waren voll des Lobes.

Aus Schierling nahmen an der Tagung neben Lilo Schweiger auch ihr Vater Adolf Schweiger sowie der kaufmännische Leiter Hans Junginger teil. Qualitätssicherer Georg Angerer hatte die Betriebsführung übernommen.

Fotos: Wallner@

Zur Startseite des Archivs 2000© 2000 Markt Schierling - Home