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Der gesamte Marktrat traf sich am letzten Tag seiner Verantwortung mit den Ehegatten im Restaurant
"topfour" zum festlichen Abschied. Otto Gascher sagte "Vergelt's Gott" für
jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit. Er bescheinigte ihnen, dass sie sich "in hohem Maße um die
Gemeinde verdient gemacht" haben. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit zur Feststellung, dass die
Bürger, der Marktrat und die Verwaltung gemeinsam eine "Ideenwerkstatt für die Vorwärtsbewegung"
darstellen. Er forderte alle Kräfte dazu auf am Ball zu bleiben und die Gemeinde immer wieder neu zu
positionieren. Im Hinblick auf die Ortskerngestaltung stellte Gascher fest: "Schierling hat nur alle
einhundert Jahre so eine wichtige und große Chance!". Für die ausscheidenden Mitglieder gab es - je
nach der Zahl der Jahre - Aquarelle von Manfred Schwandt, "Hummel"-Figuren und eine CD-Sammlung
der Regensburger Domspatzen. Gascher würdigte alle einzeln.
Ausgeschieden sind:
Max Wallner war erstmals 1966 gewählt worden und wurde insbesondere von der Kolpingsfamilie
geprägt. Er leitete Jahrzehnte den gemeindlichen Feldwegebauausschuss, war Jagdvorsteher und BBV-Ortsobmann
sowie Mitglied im gemeindlichen Bau- und Verkehrsausschuss.
Anton Prückl gelang 1966 der Sprung in den Gemeinderat Zaitzkofen, bekleidete von 1972 bis 1978
dort das Amt des ersten Bürgermeisters und wurde anschließend sofort in den Marktrat Schierling gewählt. In
den letzten zwölf Jahren war der Wirt, Jäger, Hegeringleiter und Fußballfan dritter Bürgermeister.
Adolf Huber führte von 1969 bis 1978 die Gemeinde Inkofen als Bürgermeister. Es folgten zwölf
Jahre als Ortssprecher im Marktrat Schierling und seit 1990 war Huber Mitglied des Marktrates. Dem eifrigen
Stockschützen sowie früheren Feuerwehrkommandant und -vorstand war es nach Gascher zu verdanken, dass
Inkofen zu Schierling gekommen ist.
Erich Koch war seit 1972 Mitglied des Marktrates, davon sehr lange SPD-Fraktionssprecher und seit
1978 Kreisrat. Gascher erinnerte an die Auseinandersetzungen zwischen Schierlings Junger Union und der
Jungsozialisten, doch insgesamt stellte er fest, "die 30 Jahre der Zusammenarbeit waren ein
Gewinn".
Ingrid Englbrecht aus Unterdeggenbach gehörte 12 Jahre dem Marktrat an. Die in Schierling geborene
hatte sich als Poststellenleiterin sowie Vorsitzende des katholischen Frauenbundes einen Namen gemacht.
Helmut Heitzer war die Hälfte seiner gut zwölfjährigen Amtszeit Fraktionssprecher der Freien
Wähler. Gascher schätzte an ihm besonders die ausgleichenden Funktionen.
Werner Lugauer war vor fünf Jahren in den Marktrat nachgerückt und Helmut Vierkant
vertrat in den letzen sechs Jahren den Gemeindeteil Pinkofen als Ortssprecher.
Für alle Geehrten dankte Erich Koch und betonte, durch die Arbeit im Marktrat viel gelernt zu haben. Er
bestätigte, dass die Gemeinde eine gute und erfolgreiche Zeit hinter sich habe. Besonders würdigte er die
"hohe Streitkultur" im Marktgemeinderat. Koch wollte die Jugend ermuntern politisch aktiv zu
werden.
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