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Technischer Jahresbericht 2001 für die Wasserversorgung der Marktgemeinde Schierling

Verfasser:
Erdgas Südbayern GmbH, Ungsteiner Straße 31, 81539 München

1. Beschreibung der Wasserversorgungsanlagen
1.1 Wassergewinnung
1.2 Wasserspeicherung
1.3 Wasserverteilung
 
2. Wassergewinnung und Wasserspeicherung
2.1 Wassergewinnung und Fremdbezug
2.2 Mikrobiologische und wasserchemische Überwachung
2.2.1 Mikrobiologische Untersuchungen
2.2.2 Wasserchemische Untersuchungen Brunnen I und II
2.3 Betrieb der Wassergewinnung und Wasserspeicherung
 
3. Wasserverteilung
3.1 Bau
3.1.1 Rohrnetzerweiterungen
3.1.2 Rohrnetzerneuerung
3.2 Betrieb
3.2.1 Überwachung des Rohrnetzes
3.2.2 Wasserzähler
3.2.3 Wasserverluste
3.3 Verkaufte Wassermenge
 
4. Ausblick

1. Beschreibung der Wasserversorgungsanlagen

Die Wasserversorgungsanlagen der Marktgemeinde Schierling bestehen aus folgenden Anlagenteilen:

1.1 Wassergewinnung

  • Brunnen I rechtl. zul. Fördermenge 5 l/s
  • Brunnen II rechtl. zul. Fördermenge 15 l/s


1.2 Wasserspeicherung

  • Hochbehälter: ca. 1.000 m³ Speicherinhalt


1.3 Wasserverteilung

  • Zubringerleitung DN 200 ca. 5 km
  • Ortsnetz
  • Notverbundsschacht zum Zweckverband Mallersdorf

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2. Wassergewinnung und Wasserspeicherung

2.1 Wassergewinnung und Fremdbezug
Die Trinkwasserförderung betrug im betrachteten Zeitraum 277.109 m³. Zusammen mit einem Fremdbezug von 8.684 m³ vom Zweckverband Mallersdorf errechnet sich eine Jahresmenge von 285.793 m³. Im Vergleich zum Vorjahr (284.987 m³) ergibt sich eine Erhöhung um 0,3 %.
Das nachfolgende Bild 1 zeigt die monatlichen Fördermengen der Brunnen I und II im Jahr 2001:

Monatliche Fördermenge


2.2 Mikrobiologische und wasserchemische Überwachung

Die mikrobiologische und wasserchemische Überwachung wurde nach den gültigen Vorschriften (z.B. TrinkwV, EÜV) anhand des jährlichen Untersuchungsprogrammes durchgeführt. Bei besonderen Vorkommnissen (z.B. nach der Hochbehälterreinigung) wurden weitere Untersuchungen durchgeführt.

2.2.1 Mikrobiologische Untersuchungen
Für mikrobiologische Untersuchungen wurden Proben sowohl aus den Gewinnungen als auch aus den Speicherbehältern sowie aus dem Ortsnetz entnommen.
Grenz- oder Richtwerte nach Trinkwasserverordnung (TrinkwV) wurden im betrachteten Zeitraum nicht überschritten, die untersuchten Proben konnten jeweils bakteriologisch als einwandfrei bezeichnet werden.

2.2.2 Wasserchemische Untersuchungen Brunnen I und II
Die Wässer der Brunnen I und II zeigten beim Vergleich mit älteren Analysen keine wesentliche Änderung der Wasserbeschaffenheit. Die Gesamthärte lag bei 15,5 °dH bzw. 15,8 °dH und entsprechen somit nach Waschmittelgesetz dem Härtebereich 3. Die Grenzwerte nach TrinkwV wurden bei den untersuchten Parametern eingehalten. Der Sauerstoffgehalt lag über dem vom Bayerischen Landesamt für Wasserwirtschaft (BLfW) empfohlenen Konzentration von mindestens 6 mg/l O2. Der Grenzwert der TrinkwV für Nitrat (50 mg/l NO3) wurde mit in einer Konzentration von maximal 14 mg/l NO3 deutlich unterschritten. Bei den Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel (PBSM) wurde lediglich beim Brunnen II das Atrazin-Abbauprodukt Desethylatrazin in einer Konzentration zwischen der Bestimmungs- und Nachweisgrenze gemessen (< 0,05 µg/l), der Grenzwert von 0,1 µg/l wurde weit unterschritten. Die aus korrosionschemischer Sicht an das Trinkwasser gestellten Anforderungen werden erfüllt.


2.3 Betrieb der Wassergewinnung und Wasserspeicherung

Am Hochbehälter sind teilweise Schäden am Innenanstrich der Behälterkammern sichtbar. Es ist deshalb vorgesehen, bei der nächsten Reinigung Anfang 2002 eine Untersuchung an den Behälterkammern durchführen zu lassen.
Der Betrieb der Wassergewinnungen und -speicherung verlief ansonsten im Jahr 2001 ohne nennenswerte Störungen

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3. Wasserverteilung

Die Haupt- und Versorgungsleitungen bestehen aus Polyvinylchlorid (PVC), Grauguß (GG) und duktilem Guß (GGG), desweiteren vereinzelt aus Asbestzement (AZ). Die Hausanschlussleitungen sind in Stahl oder Polyethylen (PE) ausgeführt.


3.1 Bau

3.1.1 Rohrnetzerweiterungen
Im Jahr 2001 wurden keine Rohrnetzerweiterungen durchgeführt. Das Ortsnetz hat zum Jahresende ohne Hausanschlüsse eine Länge von 42,47 km Länge (Neuermittlung durch die digitale Erfassung der Rohrnetzpläne).
Die Zahl der neuen Hausanschlüsse betrug im betrachteten Zeitraum 17 Stück. Als Gesamtzahl der Hausanschlüsse wurde durch die neue Erfassung zum Jahresende 1.540 Stück ermittlelt.

3.1.2 Rohrnetzerneuerung
Im Jahr 2001 wurden 2 Hausanschlüsse erneuert. Im Ortsnetzbereich wurden keine Sanierungen durchgeführt.


3.2 Betrieb

3.2.1 Überwachung des Rohrnetzes
Das gesamte Trinkwasserrohrnetz wird turnusmäßig entsprechend dem DVGW-Arbeitsblatt W 390 "Überwachung von Trinkwasserrohrleitungen" auf Undichtigkeiten und äußerlich erkennbare Störungen überprüft. Es wurden 265 Ortsnetzschieber überprüft und 234 Hydranten gespült. Die bekannten 17 Endstränge wurden regelmäßig gespült (einschließlich Überprüfung der Endhydranten). Weiterhin wurden 7 sonstige Störungen (z.B. Abdichten eines Hydranten, Wartung von Absperrventilen) behoben.
Insgesamt mussten im Betrachtungszeitraum 2 Rohrbrüche im Ortsnetzbereich (Vorjahr: 1) und 7 Rohrbrüche an schadhaften Hausanschlussleitungen (Vorjahr: 16) behoben werden.

3.2.2 Wasserzähler
Im Jahr 2001 wurden 414 Zähler turnusmäßig ausgetauscht und 21 Zähler neu gesetzt. Zudem mussten 2 defekte Wasserzähler ausgetauscht werden. Die Gesamtzahl der Wasserzähler belief sich Ende 2001 auf 1.540 Zähler.
Weiterhin wurden insgesamt 26 Gartenwasserzähler überprüft.

3.2.3 Wasserverluste
Das nachfolgende Bild 2 zeigt eine Übersicht über die aus der Netzeinspeisung berechneten Kenngrößen für die verkaufte Wassermenge, den Wasserverlust und den Eigenbedarf im Jahr 2001:
 

Wassermenge, Wasserverluste und Eigenbedarf
Bild 2: Verkaufte Wassermenge, Wasserverluste und Eigenbedarf 2001 in %
 

Der spezifische Wasserverlust bezogen auf die Rohrnetzlänge betrug 0,05 m³/km/h (Vorjahr: 0,06 m³/km/h) und kann als sehr niedrig eingestuft werden.


3.3 Verkaufte Wassermenge

Die verkaufte Wassermenge betrug im Berichtsjahr 263.410 m³, dass entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4.715 m³ oder 1,8 %. Im Betrachtungszeitraum wurden 10.317 m³ (3,9 %) an einen Großkunden (Brauerei Schierling) abgegeben, der Rest an Haushalte und Kleingewerbe.

Im nachfolgenden Bild 3 ist ein Vergleich der jährlichen verkauften Wassermengen der letzen drei Jahre dargestellt:

Jährlich verkaufte Wassermenge

Für die Einwohner der Wasserversorgung Schierling ergab sich somit im Betrachtungszeitraum 2001 ein spezifischer Verbrauch bei 5.009 versorgten Einwohnern von 138 l/E/d bezogen auf die Abgabe an Haushalte und Kleingewerbe Nach BGW-Statistik 1999/2000 lag dieser Wasserverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2000 bei 128 l/E/d. In den alten Bundesländer wurde im Jahr 2000 136 l/E/d verbraucht.
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4. Ausblick

Für das Jahr 2002 sind neben den routinemäßigen Betriebsaufgaben folgende Schwerpunkte geplant:

  • Baugebiet Am Marktstein, Baubeginn Wasser KW 17
  • Sanierung von Ortsnetzleitungen (ca. 3.706 m in den Jahren 2002 und 2003)
  • Einbau einer Druckerhöhungsanlage, Parkplatz Grundschule (Jakob Brandstr.)
  • Austausch des Auslauf- und Entleerungsschiebers wegen Undichtheiten (Wasserentnahme erfolgt in dieser Zeit über den Notverbund Mallersdorf).
  • Eventuell Sanierungsarbeiten am Hochbehälter nach Feststellung des Schadensausmaßes.

 

Pfaffenhofen, den 08. April 2002

ERDGAS SÜDBAYERN GMBH

 

i.A. Andrä i.A. Wittmann
Jahresbericht zusammengestellt von: T. Altstetter, GT/td

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