Partnerschaftsbesuch aus Zagreb/Spansko
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Freundschaft zwischen Pfarreien Schierling und Spansko besteht seit 18 Jahren - 55 Gäste in 29
Schierlinger Familien aufgenommen - Fußball als Mittel der Verständigung für junge Leute
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In Schierling feierten die befreundeten Pfarreien Schierling und Zagreb/Spansko
gemeinsam Gottesdienst, bei dem junge Kroaten eine Kerze und ein Altarkreuz brachten
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SCHIERLING, 14. Mai 2002. Die Partnerschaft zwischen den katholischen
Pfarrgemeinden von Schierling und dem kroatischen Zagreb/Spansko ist mit 18 Jahren volljährig geworden. Das
erklärte Spanskos Pfarrer Stjepan Rusan beim Besuch von 55 Freunden aus Spansko in Schierling und Pfarrer
Hans Bock nannte es "großartig, dass Christen so eng verbunden sind, auch wenn sie weit voneinander
entfernt leben". "Wenn wir uns auch in der Sprache nicht deutlich verstehen, im Herzen und im
Glauben sind wir eins!", sagte eine Frau aus Kroatien.
Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Fritz Wallner hob beim Partnerschaftsabend hervor, "Europa ist größer
als die Europäische Union, hat mehr Sprachen als Deutsch, Englisch und Französisch, denn Europa ist in
erster Linie christlich!" So seien alle Christen und Europäer, egal aus welchem Land die Menschen
kämen.
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Pfarrer Hans Bock, Pfarrer Rusan und Kaplan Zlodi zelebrierten
den Festgottesdienst gemeinsam
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Christliche Solidarität
Er dankte allen sehr, die das Zeugnis christlicher Solidarität gaben durch den Besuch einerseits und durch
die Aufnahme von Gästen andererseits. Die Freunde waren in 29 verschiedenen Familien untergebracht worden.
Er bat vor allem die vielen jungen Menschen, dass sie die seit 18 Jahren bestehende und mit dem Münchner
Katholikentag von 1984 eingebrachte Idee der Partnerschaft weiter tragen, "weil ihnen damit Erlebnisse
und Einsichten möglich werden, die ihr Leben prägen können".
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Beim Begegnungsabend im Pfarrheim
wurde gefeiert und Erinnerungs-
geschenke ausgetauscht
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Festmahl, Musik, Breakdance
Der Besuch hatte mit einem Abend in den Familien und mit einem Dultbesuch der jungen Leute begonnen. Bei
einer ausgiebigen Stadtführung in Regensburg machte Hans Hecht deutlich, dass Regensburg eine wichtige
Rolle bei der Christianisierung Osteuropas gespielt hat. In Schierling führte Fritz Wallner die Gäste in
die Benefiziumskirche St. Nikola, erzählte die Gänshänger-Geschichte und stellte die renovierte Pfarrkirche
vor. Beim Begegnungsabend im Pfarrheim mit über 150 Besuchern wurde gemeinsam gegessen und
Erinnerungsgeschenke ausgetauscht. Für alle Besucher aus Spansko gab es Schierling-T-Shirts als Andenken.
Es spielte die "Schäfer-Combo" mit Kunibert, Maxi und Christoph Schäfer zum ersten Mal bei einer
weltlichen Feier. Die jungen Break-Dancer der Rock'nRoll-Abteilung "Hot Legs" traten auf und
bekamen tosenden Beifall.
Viele junge Menschen dabei
Höhepunkt des Partnerschaftsbesuchs war der gemeinsame Fest- und Dankgottesdienst. Pfarrer Hans Bock
freute sich, dass die Partnerschaft über so lange Zeit hinweg lebt und er nannte das Interesse von vielen
jungen Menschen "überraschend und erfreulich". Ausdrücklich hob er hervor, dass viele
Schierlinger viel Gastfreundschaft von den kroatischen Freunden gelernt haben. "Es ist sehr viel
gewachsen in unserer Beziehung", so Pfarrer Bock, der mit Fritz Wallner seit 18 Jahren die
Partnerschaft in Schierling pflegt. Pfarrer Rusan ist nach Josip Ban und Antun Prpic der dritte Pfarrer von
Spansko seit dem Bestehen der Partnerschaft. Er und Kaplan Ivica Zlodi waren zum ersten Mal in Schierling.
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Für die Schierlinger gab es Erinnerungen
an den seligen Zagreber Kardinal
Aloisius Stepinac
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"Ineinander Christus erkennen"
Pfarrer Rusan hob in der Predigt die Bedeutung des Gebetes hervor. "Das Gebet umgibt die erste
Gemeinde der Jünger und später die ganze Kirche für alle Zeiten!", so der Pfarrer. Er forderte dazu
auf, durch das Leben zu zeigen, "wie sehr wir das Bild Gottes lieben, das in jedem Menschen
gegenwärtig ist, besonders in einem armen, kranken, sündigen Menschen - in jenem der unserer Hilfe
bedarf". Den Besuch der Kroaten sah als Beitrag zur Festigung der Verbindung und der Freundschaft
zwischen den Christen beider Pfarreien. "Und diese Freundschaft ist in der Richtung, wo wir ineinander
Christus erkennen!", so Pfarrer Rusan.
Kerze und Altarkreuz als Geschenke
Junge Menschen brachten eine Kerze mit dem kroatischen Wappen zum Altar, die nach den Worten von Pfarrer
Bock jetzt bei jedem Gottesdienst brennen wird sowie ein Altarkreuz als Erinnerung, "dass wir in dem
selben Glauben und dem selben Christus verbunden sind". Den Gottesdienst gestaltete der Kirchenchor
St. Peter und Paul unter Leitung von Kunibert Schäfer mit einer neuen Messe eindrucksvoll mit. Der
kroatische Chor sang ebenfalls Lieder. Sehr viele Gottesdienstbesucher erhielten von den Freunden aus
Spansko als Erinnerung ein Umhängekreuz, das zum Jubiläum der Christianisierung aufgelegt worden war.
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Den spannenden und freundschaftlichenFußball-"Ländervergleichskampf"
gewann Schierling mit 7:6 gegen Spansko und alle verbrüderten sich
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Fußball verbindet
Im Rahmen des Partnerschaftsbesuchs wurde in der Mehrzweckhalle ein Fußballmatch ausgetragen, das dem
Wettkampf zwischen Kroatien und Deutschland glich. Während die Schierlinger im letzten Jahr in Spansko mit
6:9 verloren, gewannen sie diesmal knapp mit 7:6. Pfarrer Rusan als begeisterter Fußballfan trieb seine
Mannschaft an, doch musste er am Schluss auf eine Revanche im nächsten Jahr hoffen. Bei der Siegerehrung
sagte er, dass das Fußballmatch den Sinn hat, auch die jungen Leute für die Partnerschaft zwischen Gemeinden
unterschiedlicher Länder zu begeistern. "Ich habe gesehen, dass sich viele schon kennen und miteinander
reden: das ist eine Freundschaft die wächst!", freute sich Stjepan Rusan, der über die Niederlage aber
doch etwas traurig war. Schiedsrichter war Ludwig Listl. Für Erfrischungsgetränke und ein gemeinsames Bier
zum Abschluss sorgte Schierlings Pfarrer Hans Bock. Viele Zuschauer von beiden Seiten gingen begeistert
mit.
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Das Fussballspiel fand begeisterte Zuschauer
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Text und Fotos: Fritz Wallner
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© Markt Schierling
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