Sitzung des Marktrates
|
Dienstag, 23. Juli 2002 |
 |
|
Es wurde folgendes beraten und beschlossen:
1. Wasserversorgung: Auftragsvergabe für eine Druckerhöhungsanlage
Für die neuen Baugebiete "Antonileit'n" und "Markstein"
im Norden des Ortes Schierling wird eine Druckerhöhungsanlage bei
der Wasserversorgung notwendig. Der Gesamtaufwand beträgt ca. 129.000 €.
Das kleine Haus wird in der Nähe der Placidus-Heinrich-Volksschule
gebaut werden.
2. Elektro- und Maschinentechnik für die Abwasser-Pumpwerke in
Oberdeggenbach und Buchhausen
Den Auftrag für rund 199.000 € erhielt die Elektro Götzfried
GmbH aus Schierling als billigster Bieter.
3. Gewässerentwicklungsplan für die Gewässer III. Ordnung
Das Architekturbüro Bartsch hat den Auftrag erhalten, für die
rund 72 km langen Gewässer III. Ordnung einen Gewässerentwicklungsplan
zu erarbeiten. Die Kosten trägt zu drei Viertel der Freistaat Bayern.
Es sollen damit insbesondere Investitions- und Pflegemaßnahmen aufgezeigt
werden, welche den Hochwasserschutz dadurch verbessern können, dass
die Wasserrückhaltung in der Fläche besser ausgenutzt wird.
|
| |
 |
| |
Dr. Küblböck bei der
Podiumsdiskussion auf dem
Kommunalkongress
|
4. Vorstellung des Investors/Projektentwicklers für den "neuen
Ortskern Schierling"
Dr. Herbert Küblböck aus Burglengenfeld stellte sich und seine
Unternehmen vor. Er betonte, dass er überwiegend für den Eigenbestand
investiert und Objekte aus selber betreibt. Langfristig sei er daran interessiert,
dass die Immobilie mehr wert wird und sein Interesse gelte nicht dem kurzfristigen
Investorengewinn.
Dr. Küblböck stellte eine Reihe von Referenzobjekten vor. Für
Schierling habe er sich vor rund einem Jahr beworben und seitdem seien
intensive Gespräche geführt worden. Das Schierlinger Konzept
hielt er für machbar und lukrativ, weil gerade integrierte Lagen
mit einem städtebaulichen Anspruch in der Zukunft die größten
Chancen hätten. Deshalb baue er auch nicht mehr Solitärstandorte.
Schierling hielt er auch als Einkaufsort zwischen den Städten Regensburg-Landshut-Straubing
für sehr interessant und der Einzugsbereich sei sehr groß.
Es entspann sich eine intensive Diskussion. Dabei betonte Dr. Küblböck,
dass er sich durchaus mit dem Ergebnis des Architektenwettbewerbs indentifizieren
kann, weil es die wesentlichen Handelsanforderungen berücksichtigt.
Die Verwaltung habe außerdem nie einen Zweifel daran gelassen, dann
nicht ein ganz anderer Entwurf realisiert werden könne.
Dr. Küblböck zeigte auf, dass er nach Vertragsabschluss sofort
mit der Vermarktung beginnen werde und auch mithelfen wollte, dass Schierling
durch diese Maßnahme noch attraktiver wird.
Mischnutzungen von Einzelhandelsflächen, Dienstleistungen und Wohnungen
hielt er für möglich, sofern es einen Bedarf an zentrumsnahem
Wohnraum in Schierling gibt. Die Villa Nock hielt er eher für ein
Hindernis, weil die Kunden die neuen Geschäfte vom Rathausplatz aus
nicht sehen können.
Dr. Küblböck strebt an, seine gesamten Maßnahmen in einem
Zug zu verwirklichen. Es handelt sich um einen Teil von rund 7000 qm
aus dem 16.102 qm großen Nock-Grundstück. Für andere
Teile wird mit anderen Investoren verhandelt.
Der konkrete Vertrag mit Dr.Köblböck wird in der nächsten
Sitzung beraten.
|
| 23.7.2002, 22.30 Uhr, Fritz Wallner |
|
© Markt Schierling |