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Penny-Markt soll im Ortskern bleiben

Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Straße "Am Anger" und der Schloss-Straße

Zuhörer bei der Bürgerbeteiligung
In Schierling stieß die Neuplanung der Anger-Straße und der
Schloss-Straße auf großes Bürgerinteresse

 

Schierling, 27. Juli 2002. Wenn Gemeinde, Architekten und Bürger gemeinsam planen ist das ein interessanter Prozess. Diesen Beweis lieferten 65 Teilnehmer an der Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Straße "Am Anger" und er Schloss-Straße im Rahmen der Dorferneuerung. Als wichtig wurde erkannt, dass der Penny-Markt im Zentrum bleibt und ihm genügend Parkplätze zur Verfügung stehen werden.

Bürgermeister Otto Gascher war überrascht über das große Interesse und er freute sich darüber. Er rühmte die bisher im Rahmen der Dorferneuerung realisierten Vorhaben als sehr gelungen und nannte als Beispiel den "Piendl-Platz", der von fast der gesamten Bevölkerung gut angenommen wird.

  Diskussion
   Hart wurde um konkrete Lösungen
gerungen, die nicht immer leicht waren
 

Bessere Bedingungen für Einzelhändler
Der Anger ist nach Gascher heute eine Geschäfts-, Wohn- und Durchgangsstraße zugleich. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, sei eine Verbesserung unabdingbar. Insbesondere eine gute Anfahrtsmöglichkeit und eine Optimierung der Bedingungen für die Einzelhändler hielt er für wichtig, damit diese im diesem Teil des Ortskerns bleiben. Vorstandsvorsitzender Josef Wunderer von der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung nannte als Ziel der Bürgerbeteiligung, "fachliche Ideen und die Wünsche der Bürger gut in Einklang zu bringen". Der Vorstand habe die Vorschläge des Architekten bereits besprochen und war sich nach Wunderer einig, mit der Planung einen Mosaikstein für "Vorsprung zieht an" setzen zu wollen.

Dipl.-Ing. Bartsch forderte die Teilnehmer dazu auf, auch an Ort und Stelle die Planungen auf sich wirken zu lassen. Seine Planungen sehen nach Bartsch mindestens so viele Parkplätze wie bisher vor.

Zu viel LKW-Verkehr in der Schloss-Straße
Klaus Melzer bat, den Anschluss des Anger an die Hauptstraße zu verbessern. Dazu sagte der Bürgermeister, dass es sich bei der jetzigen Lösung nur um eine Übergangssituation handelt aufgrund des Ausbaus beim Piendl-Platz. Melzer beklagte, dass der LKW-Verkehr im Anger und in der Schloss-Straße zunähmen. Und die Anwohnerin Fischl ergänzte: "Do fohrns wia de Blödn!". Sie forderte Maßnahmen, damit nicht mehr so schnell gefahren wird. Es blieb unklar, ob beim Anwesen Bachschmied mehr Parkflächen geschaffen werden sollen um die Geschwindigkeit zu verringern. Ungelöst blieben auch die Fragen nach einem Bürgersteig entlang des Penny-Marktes. Während die einen für einen solchen plädierten, weil damit das Beladen des Kofferraums vom Bürgersteig aus möglich ist und die Kunden nicht auf die Straße müssen, fragten andere "Was soll ein Bürgersteig, wenn wir jetzt schon wissen, dass dort Autos parken werden?".

 

Rege Diskussion
In reger Diskussion wurde um Lösungen gerungen
 

Viele Parkplätze sehr nah
Heinrich Prexl machte darauf aufmerksam, dass nur 60 bis 70 Meter weiter an der Schloss-Straße Parkplätze zur Verfügung stehen. Er wünschte sich, dass diese von den Leuten besser angenommen werden. Traudl Prexl merkte an, dass auch nicht alle Anwohner optimal parken. So entstand ein offener Austausch zwischen den Nachbarn über die Parkgewohnheiten und mancher gelobte Besserung.

Vor dem Getränkemarkt Kolbinger soll eine multifunktionale Fläche entstehen, die sowohl den Fußgängern wie auch den mit dem Auto ankommenden Kunden entgegen kommt. Die Einmündung des Angers in die Loiblstraße soll so verbessert werden, dass die Loiblstraße optisch untergeordnet wird. Helmut Kolbinger fragte, wie lange die Baumaßnahme dauern werden. Josef Wunderer legte dar, dass im Herbst die grundsätzliche planerische Lösung fertig sein soll, für den Winter die technische Detailplanung gedacht sei und damit der Start im Frühjahr erfolgen könnten. "Wir rechnen mit etwa einem halben Jahr Bauzeit!", so Wunderer. Ob das möglich ist, hängt nach den Worten des Bürgermeister auch davon ab, ob der Staat die Zuschüsse zur Verfügung stellt und im Gemeindehaushalt die nötigen Mittel bereit stehen.
 

Text und Fotos: Fritz Wallner

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