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Bauauftrag für 1,05 Millionen Euro vergeben

Sitzung des Marktgemeinderates vom 16. Januar 2007: Marktrat stellt Weichen für den Bauabschnitt 05 der Ortskernsanierung

Schierling, 17.01.2007. Der Marktgemeinderat hat bei der Sitzung am 16. Januar 2007 die Auftragsvergabe für den Umbau des östlichen Ortskerns mit 1,05 Millionen Euro beschlossen. Aufgrund des günstigen Ausschreibungstermins konnte eine Einsparung von rund 90000 Euro gegenüber der Kostenschätzung erzielt werden. Die Baumaßnahme wird in diesem Jahr abgewickelt.

Der östliche Rathausplatz von Schierling
Strukturell neu geordnet und wesentlich attraktiver wird in diesem Jahr der östliche Rathausplatz von Schierling umgebaut

Zweiter Bürgermeister Werner Braun leitete die Sitzung für den in Urlaub befindlichen Otto Gascher. Er erläuterte, dass 17 Bauunternehmer Angebote eingereicht hätten. Die günstigsten zehn Bieter würden nur eine Preisdifferenz von 8,5 Prozent aufweisen. „Die haben alle hart und knapp kalkuliert”, so Braun. Nach den Vorstellungen der Architekten soll in der 15. Kalenderwoche der Baubeginn sein und die Fertigstellung ist für den Spätherbst vorgesehen. Die Erschließung auf dem Nock-Grundstück wird so rechtzeitig erfolgen, dass mit der Fertigstellung der Anlage für das altengerechte betreute Wohnen auch die Zufahrten gebaut sind. Die Auftragsvergabe selbst erfolgt erst dann, wenn die Bewilligung der staatlichen Zuwendung im Rahmen der Städtebauförderung vorliegt. Diese werde in Kürze erwartet, so die Marktverwaltung.

Peter Ritschel fragte, ob der Platz auf dem Nock-Grundstück schon jetzt gebaut werden müsse. Geschäftsleiter Fritz Wallner erläuterte, dass eine geplante Anbindung an die von West nach Ost verlaufende Prangstraße entfallen wird, sofern sich nicht in diesem Jahr eine weitere Nutzung für den Rest des Nock-Grundstücks abzeichne. Aufgrund des Verkaufs der Villa Nock und mit dem betreuten Wohnen ergebe sich die zwingende Notwendigkeit der Erschließung. Grundsätzlich werde aber nur das nötigste gemacht. Würde der Ring um den neuen Platz nicht gebaut, müsste vorübergehend ein Wendehammer gebaut werden, der aber später unnütz wäre und abgebrochen werden müsste. Maria Feigl hielt es nicht für sinnvoll, nur einen Teil zu bauen und Karl-Heinz Olbrich stellte fest, dass der Platz an sich unbestritten und im Bebauungsplan enthalten sei. Ludwig Gallmeier regte eine Computeranimation an und hielt es für gut, dass die Ausschreibung so früh erfolgt sei. Christian Kiendl verwies auf die Kosteneinsparungen und Robert Christl brachte erneut seine grundsätzlichen Bedenken gegen die Platzgestaltung zum Ausdruck. Der Bauauftrag wurde mit einer Gegenstimme beschlossen.

Im Wohnbaugebiet „Markstein” wird es aufgrund einer starken Nachfrage noch mehr Grundstücke geben, auf denen ein Haus im „Toscana-Stil” gebaut werden kann. Nach Rücksprache mit dem Kreisbaumeister erläuterte Bauamtsleiter Manuel Kammermeier die in Frage kommenden Parzellen. Ursprünglich waren fünf Parzellen vorgesehen, später seien zehn dazu gekommen. Es lägen bereits weitere fünf Anfragen vor. Deshalb schlug er eine Änderung des Bebauungsplanes vor, die einstimmig beschlossen wurde.

Robert Christl verwies auf die derzeit laufende ergänzende Planung für die B 15 neu, die jetzt auch einen Standstreifen erhalten soll. Er bat im Namen der Jagdgenossen um Unterstützung für die Forderung, dass nicht nur „bei Bedarf” – wie derzeit von der Autobahndirektion vorgesehen – sondern in jedem Fall ein Wildschutzzaun gebaut werden soll. Die Feststellung von Werner Braun, dass die Forderung nach einem durchgehenden Wildschutzzaun auch Wille des Marktes sei, widersprach kein Mitglied.

Text und Foto: Fritz Wallner