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„Schierling steht hervorragend da”

Erster Neujahrsempfang des Gewerbevereins mit Bilanz für das Jahr 2006

Schierling, 17.01.2007. „Der Raum Schierling steht im Ranking innerhalb des Landkreises Regensburg hervorragend da!”, bestätigte Landrat Herbert Mirbeth beim Neujahrsempfang des Gewerbevereins im Saal des „topfour”. Bürgermeister Otto Gascher nannte als Beleg den zweiten Platz bei der Steuerkraft und war sich mit dem Landrat einig, dass die Südumgehung als Kreisstraße für die weitere wirtschaftliche Entwicklung sehr wichtig ist.

Diskussion beim Neujahrsempfang
Als „Speerspitze des Mittelstandes und der Schierlinger Wirtschaft” bezeichneten Bürgermeister Otto Gascher und Landrat Herbert Mirbeth beim Neujahrsempfang den Gewerbeverein Schierling mit seinen Vorsitzenden Hans Dantscher und Franz Häring (rechts)

Auch der Gewerbeverein hat nach den Worten seines Vorsitzender Hans Dantscher ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich. Die Gewerbeschau sei eine „große Herausforderung und mehr als ein Schaufenster der heimischen Wirtschaft” gewesen. 3000 Besucher wurden verzeichnet, es wurden Kontakte geknüpft und auch Aufträge an Land gezogen. Der Gewerbeverein habe sieben neue Mitglieder gewinnen können und sei auf über 100 angewachsen. Den Höhepunkt aller Bemühungen sah Dantscher in der Lehrstellenaktion. Zusammen mit der Placidus-Heinrich-Volksschule und dem Markt sei es gelungen, für alle Entlassschüler einen Ausbildungsplatz zu finden. „Derzeit bilden allein unsere Mitglieder 160 junge Leute aus und das ist eine Zahl, die sich sehen lassen kann!”, sagte der Vorsitzende. Er erneuerte die Bitte und wandte sich besonders auch an solche Betriebe, die bisher nicht ausbilden. In einigen Jahren werde die Zahl der Auszubildenden drastisch schrumpfen und da würden dann die Betriebe froh sein, sich als qualifizierte Ausbildungsstätten bewährt zu haben. Sorgen bereitete Dantscher der Schierlinger Herbstmarkt, denn gerade an diesem Tag habe die Stadt Regensburg einen verkaufsoffenen Sonntag eingeführt. Auch da forderte er die Mitglieder auf, ihre Aktivitäten zu verstärken und mitzumachen.

Landrat Mirbeth gratulierte zur erfreulichen Entwicklung des Marktes und des Gewerbevereins. „Wer sich jetzt nicht um Auszubildende kümmert, wird in einigen Jahren keine haben”, griff Mirbeth die Ausführungen Dantschers auf. Schierling habe sich ebenso wie der Landkreis „frühzeitig und mit Weitsicht” des Ausbildungsplatzthemas angenommen. Beim Tag der offenen Betriebe im Rahmen der Regionaltage habe ihn begeistert, was im Detail bei Schierlinger Betrieben hinter der Fassade geschehe. „Das ist ein wichtiger Teil der Aktivitäten, der Qualität und der Prädikatsstufe, die den Landkreis insgesamt betrifft!, stellte der Landrat fest. Der Gewerbeverein sei die politische Speerspitze des Mittelstandes und der Wirtschaft Schierlings und die Erfolge würden den Fleiß und die Tüchtigkeit der Unternehmer und ihrer Mitarbeiter zum Ausdruck bringen. Schierling habe einen großen Anteil an den „hervorragenden Zahlen im Landkreis”.

Bürgermeister Otto Gascher kündigte an, dass auch der Landkreis vom besten Gewerbesteueraufkommen in der Geschichte des Marktes profitieren werde. Den Bau der B 15 neu verglich Gascher mit dem Bau der Eisenbahn von Regensburg nach Landshut vor über einhundert Jahren. Erst jüngst sei bestätigt worden, dass die ersten beiden Abschnitte im Jahre 2011 in Betrieb genommen werden sollen. „Bis dahin soll auch die Südumgehung fertig gestellt sein, für die der Landkreis acht Millionen Euro aufwendet”, so der Bürgermeister. In diesem Jahr würden auch auf dem Gebiet des Marktes Schierling die ersten Brücken gebaut. Der Markt sei intensiv dabei, schon jetzt die Voraussetzungen zu schaffen und Konsequenzen zu überdenken für den Tag, an dem Schierling an das europäische Fernstraßennetz angebunden werde. Das Jahr 2007 werde für den Markt ein weiteres Jahr der Investitionen, insbesondere im Bereich der Städtebauförderung und der Abwasserbeseitigung. Der Bürgermeister hob die großen Anstrengungen für die Förderung der Kinder heraus und er lobte das hohe ehrenamtliche Engagement vieler Menschen dafür. Dies sei ein wichtiges „Alleinstellungsmerkmal”, so Gascher. Schierling habe immer eine gute Zusammenarbeit zwischen der politischen Gemeinde und den Kirchen ausgezeichnet. „Und der Name Schierling steht auch für Hilfe, die über den Ort und die Gemeinde hinausreicht!”, so Gascher im Hinblick auf die vielen Hilfsprojekte.

Text und Foto: Fritz Wallner