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Partnerschaft ist „besondere Kostbarkeit“

Verbindung zwischen Schierling/Eggmühl und Penmarc’h besteht seit 10 Jahren

SCHIERLING, 23.06.2007. Bei der Feier zum 10. Geburtstag der Gemeindepartnerschaft mit dem französischen Penmarc’h verwandelte sich der Rathausplatz zum Biergarten, die Gennßhenkher schossen Salut und ein Freundschaftsbaum macht in der Ortsmitte einige Wochen die europäische Verbindung augenscheinlich. „Wir haben keine Alternative zu Europa!“, stellte Bürgermeister Otto Gascher fest und sein bretonischer Kollege Raynald Tanter nannte die Freundschaft eine „besondere Kostbarkeit“.

Überreichung der Gastgeschenke
Die Bürgermeister Otto Gascher (rechts) und Raynald Tanter (zweiter von links) versicherten, dass die Parnterschaft zwischen Schierling/Eggmühl und dem französischen Pnemarc’h auch in Zukunft lebendig bleiben wird
Kleine Marketenderinnen  
Freundliche kleine Marketenderinnen teilten die Festabzeichen aus, mit dem modellierten Gennßhenkher in der Mitte     

Rund 350 Bürger hatten sich am Rathausplatz versammelt, wo die Schierlinger Doafmuse unter Leitung von Ludwig Grauschopf aufspielte, während die Zeichen der Länder und die Symbole der Partnerschaft – der Löwe von Eggmühl und der Leuchtturm Phare d’Eckmühl – am Freundschaftsbaum angebracht wurden. Viele gegenseitige Besuche hätten die Partnerschaft seit ihrem Bestehen besonders bereichert, stellte Otto Gascher fest, und so sei ein kräftiges Fundament entstanden. Der Festakt zum Jubiläum solle ein Meilenstein sein, denn Meilensteine seien „auch Haltepunkte“ zum Nachdenken und Überdenken. Gascher dankte allen, die bei der Vorbereitung mitgewirkt haben, insbesondere Adolf Wallner, der wichtigster Verbindungsmann für die Partnerschaft sei und Doris König für zehn Jahre unentgeltlicher Dolmetscherdienste. Als Geschenk überreichte der Bürgermeister an die Freunde vom Atlantik ein vom Schierlinger akademischen Maler Prof. Erich Gohl geschaffenes Gemälde. Mit einer Länge von 1,5 Meter nimmt es maßstäblich die Entfernung von 1500 Kilometern zwischen den Parntern auf. Der Regenbogen verbindet die Symbole. „Dieses Gemälde soll ein Zeichen dafür sein, dass wir uns trotz einer großen Entfernung gut verstehen und wir alle mit Herz und Verstand dabei sind, wenn wir Europa bauen!“, sagte Gascher.

  Blasmusiker
     Verinnerlichte Blasmusik

Rynald Tanter erinnerte daran, dass „aus dem Schicksal der Geschichte die Partnerschaft entstanden sei“. Diese Verbindung nannte er einen „Schlüssel für den Frieden“ und durch diese Kontakte bestehe die Sicherheit, dass die unselige Vergangenheit bewältigt werde. Für seine Feststellung: „Unsere Partnerschaft ist ein Erfolg!“, erhielt er großen Beifall. Er dankte besonders Bürgermeister Gascher und Adolf Wallner für deren Engagement und wünschte, dass der Partnerschaftsverein unter seinem neuen Vorsitzenden Thomas Aubele auch weiterhin für den Fortbestand mithelfe. Als Gastgeschenk hatten die Bretonen eine Handarbeit mit traditionellen Symbolen mitgebracht. Gascher und Tanter gedachten der zwischenzeitlich Verstorbenen: dem ehemaligen Bürgermeister Corentin Cadiou und der ehemaligen Vereinspräsidentin Gabriele von Seydewitz.

Der Rathausplatz als Biergarten
Der Rathausplatz rund um den Gänshänger-Brunnen verwandelte sich zum
Biergarten
Kind mit Vater  
Auch für Kinder wurde etwas geboten     

Die „Schierlinger Gennßhenkher“ zogen mit Trommeln auf und sorgten dafür, dass sich die beiden Fahnen – die bayerische und bretonische – verbrüderten. Mit Vorderladergewehren schossen sie dreimal zum Salut. Die Landshuter Turmpfeifer spielten auf und kleine Marketenderinnen waren unterwegs, um den Besuchern die Festzeichen umzuhängen – aufgehängte Gänse zur Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg. Für die Bewirtung sorgten der Bräustüberlwirt, die Gennßhenkher und die Feuerwehr. Für die Kinder gab es eine Schlange zum Druchkrabbeln und auf dem Höhepunkt der Stimmung formierten sich Gastgeber und Gäste zu einer Polonaise und zum Tanz. „Es lebe Schierling! Es lebe Penmarc’h!“, rief Raynald Tanter über den Rathausplatz und lud zur Begegnung in Frankreich im August ein.

Baustelle des neuen Hochregallagers
Die „Schierlinger Gennßhenkher“ schossen vor den Bahnen und dem
Partnerschaftsbaum Salut

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Text und Fotos: Fritz Wallner