Neue Kläranlage ist Standortvorteil
Segnung der neuen Kläranlage durch Pfarrer Josef Helm und Pfarrer Thomas Klenner
SCHIERLING, 29.07.2007. Bei der Einweihung der neuen Kläranlage wurde deutlich, dass Schierling auf eine von den Jesuiten vor über 300 Jahren gegründete Tradition
des Fortschritts im Denken und Handeln zurückblicken kann. Daran werde der Markt nach Bürgermeister Otto Gascher auch künftig sein Tun ausrichten sowie die Bürgerschaft und die Schöpfung als Maßstab nehmen. Landrat Herbert Mirbeth rühmte die Eigenverantwortung und das Selbstbewusstsein Schierlings als Standortvorteil.
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| Mit der Kläranlage wurde das teuerste Einzelbauwerk in der Geschichte des Marktes Schierling vollendet und durch die Pfarrer Josef Helm (rechts) und Thomas Klenner (links) gesegnet |
Die Pfarrer Josef Helm und Thomas Klenner baten um den Segen für alle Menschen, die auf der Kläranlage arbeiten. Die Kläranlage sei ein Riesenfortschritt für die Gesundheit der Menschen, so Thomas Klenner. Die Kirche sei gleichsam eine religiös-spirituelle Kläranlage, um sich heilsam im christlichen Glauben seelisch reinzuwaschen. Es wurde gebetet und gesungen.
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| Bürgermeister Otto Gascher erinnerte an die große Tradition Schierlings für den Fortschritt |
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| Landrat Herbert Mirbeth lobte Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein Schierlings |
„Schierling war während des Wirkens der Jesuiten fortschrittlich und zukunftsweisend“, so Bürgermeister Gascher. Diesem Anspruch wollten auch die heute Verantwortlichen gerecht werden. Dazu gehöre die Gestaltung des Ortsbildes ebenso wie der Umweltschutz. Diesem sei Schierling besonders deshalb verpflichtet, weil „durch unsere Gemeinde die Große Laber fließt, die in südlicher Richtung nach der Donau die größte Flussaue ausbildet“, so Gascher. Außerdem gebe es den Allersdorfer Bach, Deggenbach, Hochwiesenbach, Erlenbach, Starzengraben, Schererbach, Starzengraben und Paringer Graben. Sie alle rein und natürlich zu halten, sei ein wichtiges Ziel des Umweltschutzes. „Saubere Gewässer sind wichtige Lebensadern und sauberes Wasser ist eine Überlebensfrage!“, fuhr Gascher fort.
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| Dipl.-Ing. Christian Geusch über gab die Anlage an Bürgermeister Gascher |
Der Marktgemeinderat habe sich schon sehr früh für eine einzige zentrale Anlage zur Entsorgung der Abwässer aus allen Gemeindeteilen entschlossen. Denn damit sei klar, dass schnell und effektiv zu jeder Zeit auf neue gesetzliche Anforderungen und neue technische Herausforderungen reagiert werden könne. Mit dem Biocos-System des Tirolers Prof. Dr. Ingerle hätte der Markt die richtige und zukunftsweisende Bauart gewählt. Denn schon in den ersten Wochen hätten mit geringem Energieeinsatz ausgezeichnete Werte erzielt werden können. Gascher führte zurück in die Zeit der Jesuiten und erklärte: „Wir nehmen für uns in Anspruch, dass wir auf der Höhe der Zeit sind und der Bürgerschaft höchste Qualität zu einem sehr günstigen Preis präsentieren können“. Damit habe der Markt einen Vorsprung und werde auch seiner Leitidee „Vorsprung zieht an“ gerecht. Gascher dankte allen Beteiligten und insbesondere der Bürgerschaft, die einen sehr großen Teil der Kosten von 5,3 Millionen Euro über Verbesserungsbeiträge erbracht hat.
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| Anstoßen auf das gute Gelingen, v.l. Bürgermeister Gascher, Dipl.-Ing. Geusch, Dipl.-Ing. Hurka vom Wasserwirtschaftsamt, MdL Sylvia Stierstorfer, Dipl.-Ing. Peter Lachner, ehemaliger Verantwortlicher am Wasserwirtschaftsamt, Prof. Dr. Ingerle, Geschäftsführer Josef Reichenberger von der Firma ZWT Abwassertechnik Bayreuth |
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| Jeder Besucher bekam einen Schlüsselanhänger zur Begrüßung; auch Landrat Mirbeth freute sich darüber |
Es sei „eine riesige Leistung, die von der örtlichen Gemeinschaft erbracht worden sei“, betonte Landrat Herbert Mirbeth. Der Markt Schierling bestätige seinen guten Ruf mit der Anlage selbst und mit der Gestaltung der Einweihungsfeier. Wenn der Staat rund 1,5 Millionen Euro als Zuschusse gebe, dann erkenne er damit an, welche wichtige Leistung der ländliche Raum für die Verdichtungsräume erbringe. Allein die Haushalte würden im Landkreis und der Stadt Regensburg täglich rund 40000 Kubikmeter Frischwasser verbrauchen. „Wir sorgen dafür, dass dieses Wasser vorhanden ist!“, so Mirbeth. Er forderte, dass auch die anderen Länder in der Europäischen Union so hohe Standards realisierten müssen, damit es nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung komme.
Dipl.-Ing. Christian Geusch vom Ingenieurbüro Trummer legte den Ablauf der Planung und des Baus dar und dankte allen für die gute Kooperation. Symbolisch übergab er die neue Kläranlage an Bürgermeister Otto Gascher mit einem alten Schlüssel. Prof. Dr.-Ing. Kurt Ingerle erläuterte das Biocos-Verfahren. Das Interview können Sie unter
Nachgefragt nachlesen.
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| Großes Interesse gab es bereits bei der ersten Besichtigung |
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| Landrat Mirbeth (rechts) im Gespräch mit dem bisherigem und aktivem Klärwerkspersonal, v.l. Josef Islinger, Adolf Schmidl, Klärmeister Josef Lockermeier, Oberamtsrat a.D. Anton Brücklmayer, ehemaliger geschäftsleitender Beamter sowie (zwischen Brücklmayer und Mirbeth) Fritz Watter |
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| Die neue Anlage präsentierte sich im Festkleid |
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| Wasserexperten unter sich: Landrat und Bürgermeister im Gespräch mit Verantwortlichen von LABERTALER Heil- und Mineralquellen |
Text und Fotos: Fritz Wallner