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Bürgermeister Otto Gascher gibt Rechenschaft

Letzte Bürgerversammlung seiner Amtszeit am 13.12.2007

SCHIERLING, 14.12.2007. Am Schluss des 24. und letzten Rechenschaftsberichts von Otto Gascher als erster Bürgermeister des Marktes Schierling dankten ihm bei der Bürgerversammlung im Aumeiersaal über 160 Bürger stehend mit lang anhaltendem Applaus. Er habe stets ein guter Sachwalter sein wollen und führte die positive Entwicklung Schierlings nicht zuletzt auf eine „große Portion Bürgersinn“ zurück.

Schulhaus - Ansicht von Osten
160 Besucher kamen in den Schierlinger Aumeiersaal zur letzten Bürgerversammlung von Otto Gascher und applaudierten stehend und lang anhaltend für die Leistungen während seiner 24-jährigen Amtszeit

Aufgrund der sehr hohen Gewerbesteuereinnahmen von 5 Millionen Euro im Jahre 2006 sei der Markt Schierling für das nächste Jahr unter den Gemeinden des Landkreises auf Platz eins bei der Steuerkraft geklettert. Dies habe eine um rund 600.000 Euro höhere Kreisumlage im Jahre 2008 zur Folge. Doch erwartete Gascher durch eine Senkung der Umlage des Bezirks Oberpfalz auch eine solche der Kreisumlage. „Es könnten 100.000 Euro weniger werden, die wir überweisen müssen“, vermutete der Bürgermeister. Für 2007 könnte nur mit einer deutlich geringeren Gewerbesteuer von 2,6 Millionen Euro gerechnet werden. „Wir haben uns in den letzen Jahrzehnten mit unseren Aktivitäten im Gewerbebereich einen Vorteil erarbeitet“, begründete Gascher die grundsätzlich positive Entwicklung.

Gascher freute sich über das außerordentlich große Interesse an den Themen des Marktes. „Es muss Herzblut in der Kommunalpolitik sein!“, führte er - gleich einem Vermächtnis an seine Nachfolger - aus. Das beste Beispiel sei die Umgestaltung des Ortskerns Schierling. Kaum jemand hätte vor zehn Jahren gedacht, dass der Ort heute so schön aussehen werde, dass der Markt „Kraft und das Geld, den Mut und die Dialogfähigkeit“ besitzen würden, um eine solch großes Werk zur Vollendung zu bringen. Die Einweihungsfeier habe gezeigt, dass der „multifunktionale“ Platz zur wirklich „guten Stube“ des Marktes werden könne. Gascher legte großen Wert darauf, dass die Gemeinde seit der Gebietsreform zusammengewachsen und zu einer Einheit geworden sei. „Keine Ortschaft hat ihre Identität aufgeben müssen für diese Einheit!“, so Gascher. Die Begriffe „Dorferneuerung, Stadtmarketingprozess und Städtebauförderung“ hätten für den Markt eine unendlich große Bedeutung. Doch auch der Markt Schierling dürfe nicht stehen bleiben. Dass der Markt 180000 Euro einsetzt, um eine spätere unmittelbare Anbindung des derzeit noch als Munitionsdepot genutzten großen Geländes zu ermöglichen, ist für Gascher ein deutlicher Fingerzeig in die Zukunft. Die Kritiker der B 15 neu erinnerte der Bürgermeister daran, dass zusammen mit der vom Landkreis geplanten Südumgehung die Ortsdurchfahrt Schierling täglich um rund 400 Schwerlastfahrzeuge entlastet werden kann.

Gaschers Bericht wurde begleitet mit vielen Fotos aus seiner Amtszeit, die auf eine fünf Meter breite Leinwand projiziert wurden. Im Gesamtrückblick verwies er auf Millioneninvestitionen beim Umweltschutz, für die Schule, die Sport- und Freizeiteinrichtungen, die Friedhöfe sowie für die Wasserversorgung. „Nehmen sie auch in Zukunft den vorbeugenden Hochwasserschutz sehr ernst!“, mahnte er seine Nachfolger und er vermutete, dass für die Kanalsanierung sowie für den Bau eines weiteren Brunnens für die Wasserversorgung erhebliches Geld ausgegeben werden muss. Er habe es leider nicht geschafft, die Sportstätten zentral zusammenzufassen, ein Schwimmbad zu bauen, die Idee eines Bürgerbusses umzusetzen und im Ortskern weitere große Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen. Mit einer langen Liste von engagierten Leuten wartete der scheidende Bürgermeister beim Dank auf. „Was für mich immer bleiben wird ist das Bewusstsein, einen kleinen Anteil am Weiterbau des Marktes Schierling haben zu dürfen!“, schloss er. Die Besucher – ausnahmslos alle – standen auf und applaudierten minutenlang, was bei Otto Gascher sichtlich Rührung auslöste.

Diskussion

Nur eine Wortmeldung gab es bei der Bürgerversammlung. Auf die Frage von Karl Ottl erläuterte Gascher, dass der Bauantrag für das Hotel und Geschäftshaus im Ortskern vorliege und vor der Genehmigung stehe. Nach Auskunft des Investors erfolge der Baubeginn im Frühjahr 2008.

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Text und Foto: Fritz Wallner