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Schierling will rasch schnellen DSL-Anschluss

Aus der Sitzung des Marktrates vom 11.12.2007

SCHIERLING, 14.12.2007. er Markt Schierling ist zu einer Investition von 98.000 Euro bereit, um im nächsten Jahr auf alle Fälle einen sehr schnellen DSL-Anschluss zu bekommen. Diese „Datenstraße“ sei für die Gewerbebetriebe so wichtig wie jede andere Erschließung auch, erklärte CSU-Fraktionssprecherin Maria Feigl.

Schulhaus - Ansicht von Osten
Der Marktrat Schierling will dafür sorgen, dass die Wirtschaft und der ganze Ort sehr bald eine schnelle DSL-Datenautobahn erhält

Die Entscheidung fiel im Marktrat einstimmig. Bürgermeister Otto Gascher erläuterte, dass der Markt seit rund einem Jahr in intensivem Kontakt mit der Deutschen Telekom und anderen Anbietern stehe. „Natürlich gibt es DSL bei uns, aber nicht in der erforderlichen Qualität“, so Gascher. Das Problem liege darin, dass zwischen der Hauptstelle Eggmühl und dem Ort Schierling ein Kupferkabel verlegt sei, das für diese neue Technik erhebliche Verluste bringe. Die Lösung sei die Verlegung eines neuen Glasfaserkabels. Dafür erwarte die Deutsche Telekom vom Markt einen Baukostenzuschuss von 98000 Euro. „Damit könnte eine Leistung von 6000 bis 10000 Kilobit je Sekunde erreicht werden, und das wäre unser Wunsch, denn der Standort Schierling ist darauf angewiesen!“, sagte der Bürgermeister. Er berichtete außerdem von Gesprächen mit Wirtschafts-Staatssekretär Sackmann und mit Bundestagsabgeordneten. Gascher wollte nicht ausschließen, dass es auch Fördermittel gibt, doch müsse jetzt der Markt selbst in die Offensive gehen. „Es handelt sich um eine Wirtschaftsförderung, die uns gut tut!“, stellte er abschließend fest.

Auf die Frage von Roland Niebauer hielt es Gascher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht für richtig, auf Betriebe wegen einer Kostenbeteiligung zuzugehen. Es könne niemand sagen, wer welche außergewöhnlichen Vorteile hätte und außerdem würden auch Private davon profitieren. Maria Feigl sprach sich deutlich dafür aus, den jetzt vorhandenen Standortnachteil so schnell wie möglich auszugleichen. Auch Peter Ritschel, Werner Braun, Elfriede Treppesch und Helmut Specht unterstützten das. Dr. Josef Kindler sah es als „zwingend notwendig“ an, dass die Datenleitung auf den neuesten Stand der Technik gebracht wird, um weitere wirtschaftliche Möglichkeiten zu eröffnen. Die Frage nach der künftigen Leistung in Schierling beantwortete Bauamtsleiter Manuel Kammermeier. In Schierling werde jeder Kabelverzweiger angeschlossen. Die Telekom habe versichert, dass im Umkreis von 1,5 Kilometer um jeden Verzweiger eine Leistung von mindestens 6000 Kilobit je Sekunde – in vielen Fällen sogar bis zu 16000 - erreicht wird. Die 6000-Leistung sei Vertragsbestandteil, ebenso wie der Bau im Jahre 2008. Die Spitzenqualität werde nicht in jeden Winkel Schierlings gelangen können und auch Allersdorf und Birnbach seien derzeit nicht dabei, erklärte der Bürgermeister. Der einstimmige Beschluss bekräftigt die Absicht des Marktes, im Jahre 2008 einen sehr leistungsfähigen DSL-Anschluss zu bekommen, dafür auch finanzielle Mittel des Marktes einzusetzen und auch staatliche Förderung dafür zu beantragen.

Weitere Themen

Feuerwehrfahrzeuge

Im Jahr 2008 erhält die Feuerwehr Schierling einen Versorgungs-LKW, dessen Anschaffungskosten auf knapp 90000 Euro veranschlagt sind und für den ein staatlicher Zuschuss sowie eine finanzielle Beteiligung der Feuerwehr erwartet wird. Im Jahre 2009 wird ein Verkehrssicherungsanhänger für rund 17600 Euro beschafft.

Märkte

Die Verordnung über Sonntagsmärkte wurde bis 2012 verlängert. Damit dürfen die Geschäfte am Palmsonntag und am 2. Sonntag im September im Rahmen des Jahrmarkts geöffnet werden.

Rückblick

Die Fraktionssprecher Elfriede Treppesch (FW), Peter Ritschel (SPD) und Maria Feigl (CSU) sowie Geschäftsleiter Fritz Wallner überbrachten Wünsche zum bevorstehenden Weihnachtsfest. Es wurde das „Miteinander“ aller Fraktionen im Marktrat gewürdigt, die positive Stimmung in der Gemeinde hervorgehoben und auf den Abschluss vieler großer Projekte zurück geblickt.

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Text und Foto: Fritz Wallner