Im Ort Schierling sind in den letzten Jahren über 200 neue Wohnungen entstanden. Dies vor allem deshalb, weil von der Gemeinde sowohl innerorts - vor allem auf dem „Nock-Grundstück“ - als auch an den Ortsrändern weiteres Wohnbauland ausgewiesen wurde. Außerdem weil mehrere private Investoren Baulücken im Ortskern genutzt und darauf sowohl viele Miet- als auch Eigentumswohnungen errichtet haben.

Das Kommunalunternehmen des Marktes Schierling hat im letzten Jahr mit

  • „Markstein Südwest“ und
  • „Unterdeggenbach Am Hochweg 3“

weitere kleine Baugebiete erschlossen. Es wurden Grundstücke für Einzelhausbebauung, Mietwohnungen und für den sozialen Wohnungsbau ausgewiesen. Die Liste der Kaufinteressenten war lang und es musste bei der Grundstücksvergabe das Los entscheiden.

Aktuell steht kein Bauplatz zum Verkauf

Es gibt aber vor allem Aktivitäten im Hinblick auf eine Erweiterung des

  • Wohngebietes „Am Regensburger Weg“.

Für Interessenten gibt es die Möglichkeit, sich in eine Vormerkliste einzutragen.

Gruppenbild
 

Flächenverbrauch reduzieren

In der bayerischen Landespolitik herrscht Einigkeit darüber, dass der Flächenverbrauch begrenzt werden muss. Schierling hat mit den Bebauungsplänen der letzten Jahre schon Zeichen gesetzt. Während früher ein normales Grundstück rund 900 Quadratmeter und mehr umfasste, sind die heutigen eher 550 Quadratmeter groß. Es wird mehr in die Höhe gebaut und bei Gebäuden mit Mietwohnungen werden Tiefgaragen gewünscht. Denn die Autos müssen trotz kleinerer Grundstücke untergebracht werden. Damit die Autos nicht auf der Straße stehen hat der Marktgemeinderat den „Stellplatzschlüssel“ überarbeitet.

Ökologisch handeln

Großer Wert wird auf die Regenrückhaltung auf dem eigenen Grundstück gelegt. Das Kommunalunternehmen baut in jeden Bauplatz eine bis zu 14 Kubikmeter große Zisterne. Damit wird verhindert, dass bei Starkregen sofort jeder Liter Niederschlag in die Große Laber gelangt. Er wird zuerst in der Zisterne aufgefangen und dann über ein Rohr mit geringem Querschnitt gedrosselt abgeleitet. Außerdem werden – im Sinne des Umweltschutzes - die Trinkwasservorkommen geschont, wenn für die Bewässerung des Gartens das Wasser aus der Zisterne genommen wird.

Bauherren-Verantwortung

Manche Bauherren bevorzugen immer noch große, völlig geschlossene Pflasterflächen für Grundstückseinfahrten, Stellplätze und Höfe. Damit tragen sie bei starkem Regen dazu bei, dass die Kanäle sowie die Bäche und Flüsse schnell voll werden, denn kein Tropfen kann versickern. Gerade auf diesem Gebiet ist konkretes und konsequent-ökologisches Handeln durch Verwendung wasserdurchlässiger Beläge oder Verlege-Strukturen noch stark ausbaufähig.

Die Bebauungspläne zu den einzelnen Gebieten mit den Vorschriften für das Baurecht und die Festsetzungen finden sie hier: 

Landratsamt Regensburg