Die Junge Philharmonie Ostbayern ist ein Symphonieorchester, das Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermöglicht, innerhalb einer intensiven Probenwoche anspruchsvolle Werke der bekannten Orchesterliteratur zu erarbeiten. Das Orchester wird getragen von einem gemeinnützigen Verein, der das Motto ‚von jung für jung‘ verfolgt und dabei Orchester-Neulinge und erfahrene Orchestermusiker*innen zusammenbringt. Mit diesem Grundsatz kann das Orchester seit Jahren in Konzertsälen unter anderem in Landshut, Regensburg und Riedenburg überzeugen. Gemäß der Tradition wird die JPO auch dieses Jahr wieder am Sonntag nach Ostern in der Mehrzweckhalle Schierling auftreten.
Mit dem Programm geht es dieses Mal hoch hinaus, ganz nach dem Motto: ‚von der Erde und den Menschen zu den Sternen‘.
Wir eröffnen das Konzert mit der Symphonie Nr. 8 op. 88 von Antonín Dvořák. Diese heitere, schwungvolle Symphonie wird sie in die Weiten der Natur bringen. Können Sie die Vogelstimmen im ersten Satz heraushören und sich dabei die böhmische Landschaft vorstellen, die den Komponisten dabei inspiriert hat? Träumerisch geht es weiter im zweiten Satz; ähnlich dem kurz zuvor geschriebenen Klavierstück ‚Auf der alten Burg‘ wird hier scheinbar ein imposantes Gebäude beschrieben. Im darauffolgenden Scherzo können Sie einen stilisierten Walzer genießen. Mit festlichen Fanfarenklängen geht es in den vierten Satz, der im weiteren Verlauf von böhmischer Volksmusik geprägt ist.
Der Rest des Programms entstammt der Feder Gustav Holsts. Wir präsentieren die 1899 verfasste ‚Walt Whitman Ouvertüre, Op. 7‘, welche damit aus seiner frühen Schaffensphase stammt. Die Ouvertüre wurde inspiriert von Walt Whitman, einem US-amerikanischen Dichter und Journalisten, der als Begründer der modernen amerikanischen Literatur gilt. Er beschäftigt sich in seinen Werken mit den Werten der Demokratie, Gleichheit und der Rolle des Individuums in der Gesellschaft. Freuen Sie sich auf eine klanglich dichte Orchestrierung mit gesanglichen Melodielinien!
Mit dem Cellokonzert ‚Invocation‘ von Gustav Holst geht es mystisch und spirituell weiter im Programm. Das Cello gleicht einer rezitierenden Stimme, die im Dialog mit dem Rest des Orchesters steht. Im Vergleich zu Holsts anderen Werken ist dieses einsätzige Werk dabei sparsam orchestriert. Modale Harmonien und durchsichtige Klangteppiche kreieren den rituellen Charakter und geben dabei dem Cello Raum für seinen solistischen Klang. Am Cello hören Sie Lara Gabriel, ein langjähriges Orchestermitglied der JPO.
Hoch hinaus geht es zum Ende des Konzerts mit ‚Mars, der Kriegsbringer‘ aus ‚Die Planeten‘. Das wahrscheinlich bekannteste Stück von Gustav Holst präsentiert die Planeten des Sonnensystems und verkörpert jeweils deren astrologischen Charakter inspiriert von der antiken Vorstellung der sieben Planetengötter. Achten Sie auf den maschinenhaften, unerbittlichen Rhythmus, harsche Dissonanzen und das dominierende, schwere Blech, welche den Kriegsbringer Mars in seiner brutalen und apokalyptischen Größe zeigen.
Die Junge Philharmonie Ostbayern freut sich auf Ihr Kommen!
Eintritt frei, wir freuen uns über Spenden
Programm:
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 8 op. 88
Gustav Holst: Walt Whitman Ouvertüre op. 7
Gustav Holst: Cellokonzert Invocation
Gustav Holst: Mars (aus: Die Planeten)
Leitung: Greta Gabriel und Markus Ottowitz, Stefan Shen
Solistin: Lara Gabriel
Konzerte:
11.04. um 18 Uhr in St. Emmeram in Regensburg
12.04. um 17 Uhr in der Mehrzweckhalle in Schierling
