Die weiten Feuchtwiesen des Labertals zwischen Eggmühl und Kraxenhöfen gehören zu den bedeutendsten Brutgebieten für Wiesenbrüter in der Region. Doch ohne regelmäßige Pflege schreitet die Verbuschung der Flächen stetig voran. Arten wie Kiebitz, Bekassine oder Großer Brachvogel, die offene und feuchte Wiesenlandschaften benötigen, finden dort zunehmend weniger geeignete Lebensräume.

Um diese wertvolle Kulturlandschaft zu erhalten, beginnen  Mitte November Pflegearbeiten im Rahmen des Projekts „Schierlinger Laberwiesen“. Der Landschaftspflegeverband Regensburg e. V. führt die Maßnahmen im Auftrag des Marktes Schierling durch.

„Mit den gezielten Rodungs- und Pflegearbeiten wollen wir die offenen Wiesenflächen langfristig sichern,“ erklärt Tobias Fuchs Projektkoordinator vom Schierlinger Laberwiesenprojekts. (Bild)

Entlang der Gräben und Feuchtmulden breiten sich zunehmend gebietsfremde Gehölze wie der Sibirische Hartriegel sowie Erlen, Weiden und Pappeln aus. Diese Gehölze werden bislang durch regelmäßige Mahd zurückgedrängt, haben sich jedoch vielerorts bereits fest etabliert. Ohne gezielte Gehölzentnahmen droht die offene Wiesenlandschaft nach und nach zu verbuschen und damit als Brut- und Nahrungsraum verloren zu gehen.

In den kommenden Tagen werden in mehreren Bereichen zwischen Eggmühl und Kraxenhöfen Gehölze entfernt und die offenen Wiesenflächen wiederhergestellt.
Dabei kommen schonende Verfahren zum Einsatz, um die Wurzeln der Sträucher zu entfernen und eine erneute Verbuschung zu verhindern.

Auch die vorhandenen Tümpel und Gräben werden gepflegt und teilweise entschlammt, damit sie wieder offene Wasserflächen bilden. Diese bieten Amphibien, Insekten und Wiesenvögeln wertvolle Lebensräume. An einzelnen Abschnitten werden die Grabenkanten leicht abgeflacht, um den Tieren einen sicheren Zugang zum Wasser zu ermöglichen. Mit diesen Maßnahmen leisten der Markt Schierling und der Landschaftspflegeverband Regensburg e. V. einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Entwicklung der artenreichen Feuchtwiesen im Labertal zwischen Eggmühl und Kraxenhöfen.