Wie kommt eigentlich das Wasser wieder sauber aus dem Kanal? Diese und viele andere Fragen beschäftigten in den vergangenen Tagen die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Placidus-Heinrich-Grund- und Mittelschule Schierling sowie der Dr.-Rudolf-Hell-Grundschule Eggmühl. Im Rahmen ihres Unterrichtsthemas „Wasser und Wasserkreislauf“ besuchten sie die Kläranlage Schierling, um dort zu erfahren, was mit unserem Abwasser geschieht.

Die drei Mitarbeiter der Kläranlage – Thomas Treintl, Oliver Kroiß und Fritz Watter – führten die wissbegierigen Kinder über das Gelände und erklärten anschaulich, wie das Wasser in der Kläranlage ankommt, durch Schneckenhebewerke hochgepumpt wird und welche Stoffe durch Rechen und Filter entfernt werden. Besonders beeindruckend fanden die Kinder, dass das gereinigte Wasser am Ende wieder klar in die Natur zurückfließt.

Abwassermeister Thomas Treintl nutzte den Besuch auch, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, welche Dinge auf keinen Fall in die Toilette gehören – etwa Essensreste, Feuchttücher oder Hygieneartikel. Diese Gegenstände verursachen große Probleme in den Leitungen und Pumpstationen, weil sie sich nicht auflösen und die Anlagen verstopfen können.

Erstaunt hörten die Kinder außerdem, dass es im Markt Schierling rund 100 Kilometer Kanalsystem und 19 Pumpstationen gibt, die das Abwasser zuverlässig in die Kläranlage transportieren. Im kleinen Labor durften sie schließlich beobachten, wie Mikroorganismen das Wasser reinigen – eine Arbeit, die sonst unsichtbar bleibt.

Für Schmunzeln sorgte schließlich die Frage eines Kindes, ob in der Kläranlage schon einmal ein Gebiss gefunden wurde. Treintl erklärte lachend, dass im Kanalnetz zwar vieles landet, was dort nichts verloren hat – „aber die meisten Dinge finden wir nie wieder.“

Bilder: Kinder erkunden das Gelände der Kläranlage