Kostenloser Energie-Beratungsschein

Seit Juli 2010 gibt es beim Markt Schierling den kostenlosen Energie-Beratungsschein. Dieser ist für Bauherren, die sich über den Einsatz erneuerbarer Energien vor dem Bau/Umbau eines Hauses oder der Erweiterung eines bestehenden Gebäudes beraten lassen wollen. In dieser unabhängigen Beratung können Themen wie beispielsweise Fördermöglichkeiten, energetische Modernisierung oder auch die Einsparung von Energieverbrauch und –kosten behandelt werden. Der Beratungsgutschein ist für Sie kostenlos, denn die Kosten in Höhe von 200 Euro übernehmen zur Hälfte der Landkreis Regensburg und zur Hälfte Ihre Kommune.

Sie erhalten den Beratungsgutschein im Rathaus bei Veronica Englbrecht, Zimmer 8.

Eingelöst werden kann der Beratungsgutschein bei der Energieagentur Regensburg.
Bitte vereinbaren Sie dazu einen Termin.

Informationen und Kontakt:
Energieagentur Regensburg e.V.
Altmühlstr. 1 a
93059 Regensburg

941/2984491-0
Fax: 0941/2984491-20
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Effektive Kläranlage

Bei der im Jahre 2007 eingeweihten neuen Kläranlage - mit dem System BIOCOS - betrug der gesamte Stromverbrauch im Jahre 2012 23 kWh pro Einwohnerwert. Das ist ein Spitzenwert innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. In Deutschland betrug der Durchschnittswert im Jahre 2011 34 kWh. Vor der Sanierung betrug der Stromverbrauch pro Einwohnerwert 59 kWh. Es handelt sich somit um eine Einsparung von 61 Prozent.

In absoluten Zahlen verhält es sich so: Im Jahre 2011 wurden auf der Kläranlage Schierling 284.421 kWh verbraucht. Unter den gleichen Voraussetzungen hätte der Stromverbrauch vor dem Neubau gut 700.000 kWh betragen. Bei der Kläranlage handelt es sich damit also - mit einer jährlichen Verbrauchsreduzierung um über 400.000 kWh - um die größte und wirksamste Maßnahme der Verringerung des Energieverbrauchs in der Geschichte des Marktes Schierling!

Das Umweltbundesamt hat auf eine konkrete Anfrage im Juni 2013 mitgeteilt, dass nur 15 Prozent der Kläranlagen in Deutschland in unserer Größenklasse einen so guten Wert erreichen.

 

Kraft-Wärme-Kopplung im Wohnhaus "Storchenweg 2"

Mit dem Einbau des Mini-Blockheizkraftwerks "Dachs" wurde ein erheblicher Beitrag dafür geleistet, dass wirtschaftlich und umweltfreundlich Strom hergestellt und Wärme erzeugt wird. Die Kosten dafür lagen bei gut 35.000 Euro.

 

Energetische Sanierung des Kindergartens St. Michael

Im Rahmen des Konjunkturpakets II wurde - auf Vorschlag des Marktes Schierling - das Gebäude grundlegend energetisch saniert und auch die Heizungsanlage auf Pellets umgestellt. Das hat zur Folge, dass für die Beheizung der 577 Quadratmeter Nutzfläche jährlich etwa 2.200 Euro ausgegeben werden müssen. Früher waren das bis zu 10.000 Euro.

Der Markt Schierling hat für diese Sanierungsmaßnahme etwa 200.000 Euro bezahlt.

 

Hackschnitzelheizung im Bauhof

In der neu eingebauten Hackschnitzelheizung des Bauhofes werden ausschließlich Grünabschnitte aus gemeindlichen Grünanlagen verheizt. Das gehäckselte Material kommt in einer so großen Menge vor, dass der Rest verkauft werden kann. Die Energieeinsparung ist fast 100 Prozent.

 

Contracting-System an der Schule Schierling

Bereits im Oktober 2006 wurde mit der Firma CLEANergy e.K. des Dr. Thomas Wünsche ein Contracting-Vertrag zum Bau und Betrieb eines Blockheizkraftwerkes zur Wärmeversorgung der Placidus-Heinrich-Mittelschule mit angeschlossener Mehrzweckhalle geschlossen. Ziel dieser Wärmeversorgung ist vor allem, dass die Energieerzeugung - durch den Einsatz selbst angebauter nachwachsender Rohstoffe - weitgehend CO2-neutral erfolgt. Im Vorfeld war für den Markt mit diesem System eine Energiekostenersparnis von etwa 20 Prozent prognostiziert worden.

Im Jahr 2010 wurden 65.500 kWh Wärme geliefert, im Jahr 2011 (Januar bis Mai und Oktober bis Dezember) 129.900 kWh, im Jahr 2012 (Januar bis Dezember) 151.900 kWh und im Jahr 2013 (Januar bis Februar) 86.300 kWh.

 

Elektrofahrrad

Im Rathaus steht ein Elektrofahrrad, das von Mitarbeitern permanent benutzt wird.

 

Stromsparende Umwälzpumpen in der Placidus-Heinrich-Volksschule

Bei der Heizungsanlage der Placidus-Heinrich-Schulen wurden bereits in der Vergangenheit - und werden aktuell - defekte Umwälzpumpen jeweils auf besonders energiesparende Erzeugnisse, nämlich "Hocheffizienzpumpen Klasse A" umgestellt.

 

Biogasanlagen

Zwei Landwirte in Schierling und Unterdeggenbach haben jeweils eine privilegierte Biogasanlage errichtet. Allein mit der Anlage in Schierling werden jährlich etwa 3,2 Millionen Kilowattstunden Strom - alternativ, also umweltfreundlich - erzeugt!

 

Nutzung der Sonnenenergie

Der Markt Schierling hat teilweise schon früh auf die Nutzung der Sonnenergie gesetzt.

Thermische Solaranlagen

Bei Bau des Kindergartens St. Wolfang an der Waldstraße im Jahre 1984 wurde eine Solaranlage installiert, mit der das warme Wasser produziert wird. Die Anlage hat eine Gesamtkollektorfläche von 12 Quadratmeter.

Auf dem Dach des TV-Vereinsheimes mit Jugendtreff wurde im Jahre 2002 eine thermische Solaranlage zur Erzeugung von Warmwasser mit einer Gesamtkollektorfläche von 37,80 Quadratmeter installiert.

Photovoltaikanlagen als „Bürger-Solarkraftwerke“

Über das „Kommunalunternehmen Markt Schierling“ wurden im Jahre 2009 auf Gebäuden der Kläranlage Schierling Photovoltaikanlagen mit einem Anschlusswert von insgesamt 27,12 kWp installiert.
Im Jahre 2011 folgten weitere Anlagen auf den Dächern des Feuerwehrhauses Eggmühl, der Mehrzweckhalle Schierling und des gemeindlichen Bauhofes mit zusammen 88,75 kWp, so dass die Gesamtleistung jetzt 115,87 kWp beträgt.
Die gesamten Investitionen wurden über Bürger-Darlehen finanziert.

Weitere Photovoltaikanlagen

Sehr viele Grundstückseigentümer haben in den letzten Jahren auf ihren Dächern Photovoltaikanlagen installiert. Dies hat dazu geführt, dass Schierling im Internetportal www.solarbundesliga.de seit Jahren regelmäßig den ersten Platz unter den Gemeinden des Landkreises Regensburg einnimmt.

Seit dem Jahre 2002 erzeugt eine Photovoltaikanlage mit 4,8 kWp auf dem Dach des TV-Vereinsheimes mit Jugendtreff Strom.

Begriffserklärung

„kWp“ - Kilowatt-Peak: Der kWp-Wert beschreibt die optimale Leistung einer Solaranlage unter bestimmten ortsabhängigen Werten für die Temperatur der Module und die Sonneneinstrahlung. Je nachdem wie stark eine Photovoltaikanlage von diesen Normwerten abweicht kann sie mehr oder weniger Strom produzieren als angegeben. Eine 1 kWp-Anlage in Deutschland produziert ca. 800 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr und nimmt ca. 9 Quadratmeter Fläche ein. Dies entspricht etwa dem Fünftel des jährlichen Stromverbrauchs unseres Vier-Personen-Haushalts. (aus: www.solaranlagen-portal.de)

 

Sparsame Straßenbeleuchtung

Der Markt Schierling hat in den letzten Jahren Zug um Zug einen großen Teil der Straßenbeleuchtung im Hauptort Schierling und in den anderen Gemeindeteilen auf energiesparende Erzeugnisse umgestellt. In den Pilz- bzw. Kofferleuchten wurden die vorhanden Quecksilberdampf-Lampen durch Natriumhockdruck-Lampen ersetzt. Natriumhochdruck-Lampen sind umweltfreundlich und energiesparender.

In den Langfeldleuchten waren vorher 2 Leuchtstoffröhren eingesetzt. Jetzt nur noch eine, und zwar eine Thermoreflektor-Leuchte, die eine größere Leuchtweite aufweist und bei kalter Witterung robuster ist.

Im Detail

Schierling
In Schierling wurden bisher 500 Straßenlampen verbessert. Sie hatten bisher einen Jahres-Stromverbrauch von 42.415 kW/h. Durch die Umstellung konnte eine Einsparung um 46 Prozent auf rund 23.000 kW/h erreicht werden.

Andere Gemeindeteile
In den anderen Gemeindeteilen wurden bisher 609 Straßenlampen verbessert. Sie hatten bisher einen Jahres-Stromverbrauch von 66.560 kW/h. Durch die Umstellung konnte eine Einsparung um 41 Prozent auf rund 39.200 kW/h erreicht werden.

 

Schonung der Trinkwasservorkommen;
Förderung der Regenwassernutzung

Der Marktgemeinderat Schierling hat sich bereits am 3. Dezember 1996 mit der Frage beschäftigt, wie die Nutzung von Regenwasser im Haushalt bei der Berechnung der Abwassergebühr behandelt wird. Es sollte ein wirksamer finanzieller Anreiz geschaffen werden, um mit der Nutzung von Regenwasser im Haushalt das wertvolle Trinkwasser in den Tiefen südlich von Schierling zu schonen.

Die ausführliche Diskussion ergab, dass nicht ein einmaliger Zuschuss, sondern eine jährliche, zeitlich unbegrenzte Ersparnis bei der Wasser- und Abwassergebühr den größeren finanziellen Vorteil gegenüber allen bekannten Zuschuss-Verfahren darstellt.

Dieses sog. „Sparverfahren“ setzt darauf, dass die echte Einsparung von Trinkwasser auch zu einer echten finanziellen Entlastung führt.

Die Grundregeln des Systems sind:

  • Die Berechnung der Abwassergebühr erfolgt grundsätzlich weiterhin nach der überbauten/befestigen Fläche einerseits und nach dem Wasserverbrauch andererseits.
  • Das z.B. für die Toilettenspülung verwendete Regenwasser wird zwar jetzt verschmutzt eingeleitet, was allerdings bei der Abwassergebühr nicht wirksam wird. Denn auf einen Verschmutzungszuschlag oder auf eine gesonderte Feststellung der so in die Kanalisation eingebrachten Abwassermenge wird verzichtet.
  • Wenn ein Haushalt in einem Jahr z.B. über die Regenwassernutzung im Haushalt 60 Kubikmeter Frischwasser spart, so ist das eine jährlich wiederkehrende Ersparnis von
    60 cbm x 0,89 €/cbm Wassergebühr = 53,40 € und
    60 cbm x 1,53 €/cbm Abwassergebühr = 91,80 €,
    in der Summe also jährlich ca. 145 €.

Der Einbau einer solchen Regenwassernutzungsanlage im eigenen Haus unterliegt technischen Regeln, die unbedingt einzuhalten sind, und bei den Installateuren bekannt sind. In erster Linie geht es darum, dass Regenwasser nicht in die Trinkwasserleitung gelangen darf.